Da ist er nun also. Der Mann, der vor vielen Jahren die elektronische Musik fast erfunden hat. Der damals mit irgendwelchen komischen elektrischen und elektronischen Kisten Musik machte. Geniale Sachen wie Equinoxe und Oxygene. Der dann Riesenhappenings inszenierte in Paris und Peking.
Auf der Bühne stehen komische elektrische und elektronische Kisten. Jean-Michel Jarre und seine drei Mitspieler stimmen sich ein, Klangfetzen, wie eine Ouverture, die an die bekannten Stücke von ihm erinnern.
Die Ansage vom Herrn Jarre macht Hoffnung. Das erste Mal spiele er Oxygene komplett auf der Bühne. Es sei heute das Abschlusskonzert der Europatour. Juhui, Derniere!
Und dann geht es los. Irgendwie. Ein Klangteppich breitet sich aus, elektronische Geräusche zischen und schnattern, wummern und zwitschern. Dadidididididadidadidadidadididididi ..
Stück um Stück spielen die vier, begleitet von einer sauber abgestimmten, aber unspektakulären Lichtshow.
Irgendwann ist fertig, nach knapp 80 Minuten. Eine Zugabe gibt er noch, dann noch eine. Eines der Stücke, die vorher schon gespielt wurden. Und dann ist das Konzert aus.
Ehrlich gesagt hatte ich mehr erwartet. Mehr Show. Vielleicht auch mal etwas Neues. Vielleicht war der Untertitel "Die Nostalgietour" und ich wusste es nicht.
Jean-Michel Jarre ist noch immer das musikalische Genie, das er vor dreissig Jahren war, ohne Frage. Vielleicht muss ich mal an einen seiner
Grossanlässe gehen.