Wird wohl ein Ami gewesen sein ;-)
Was ich ansonsten zu Olympics in China zu sagen habe: Es soll stattfinden, mit allem Pomp, und tausende Journalisten sollen berichten, über alles, was im Rahmen der Olympiade geschieht, aber auch über alles, was rundherum geschieht. Mit den heutigen medialen Möglichkeiten wäre das vielleicht eine Möglichkeit, mal ein ungeschminktes Bild der Situation zu zeigen, denn ich denke nicht, dass es China möglich sein wird, all diesen freien Journalisten eine Zensur aufzuzwingen. Oder bin ich blauäugig?
Ich glaub, du bist blauäugig. Die Presse wird in der Stadt sein und das sehen, was in der Stadt präsentiert wird. Die frische Luft, weil die Stinkefabriken rundherum einfach für vier Monate abgeschaltet werden. Die fröhlichen Leute auf der Strasse.
Wie diese riesige Maschine funktioniert, kann man z.B. hier nachlesen ..
blauäugig, ganz klar. du kannst ja auch in einen ferienclub nach ichweißnichwohin fahren, dort vielleicht vom hotel aus ein paar ausflüge machen, und wirst nur das schöne und gute des landes sehen, während es ein paar meter abseits schon runder geht als du es dir aufgrund des gesehenen je vorstellen könntest.
flyhigher - 18. Apr, 11:09
Ich wusste immer schon, dass ich privilegiert bin, in einem Land wie Österreich zu leben. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil mir die Worte fehlen.
China unternimmt sicher alles, um ein geschöntes Bild zu präsentieren und die Journalisten ja nicht an Missstände ranzulassen. Es müssen ja sogar ausländische Studenten während der Spiele das Land verlassen, angeblich wegen Terrorismusgefahr. Wie die Zustände in China sind, ist im Westen allerdings eh bekannt, daran würden aber auch weitere Berichte nichts ändern. Was China weh täte, wäre der Abbruch wirtschaftlicher Beziehungen. Das wird jedoch nichtmal angedacht, ganz im Gegenteil. Was China begrenzt weh tut, ist die Störung des Fackellaufes, von der ich mit Genugtuung erfahren habe. Was China noch wehtäte, wäre ein grossflächiger Boykott der Spiele.
Der Präsident des olympischen Komitees hat bei der Erteilung des Zuschlages gemeint, dass der Zuschlag unter der Voraussetzung erteilt wird, dass China in Punkto Menschenrechte seine Lage verbessert. Was man hört, sind die Zustände aber sogar noch gravierender als beim Zuschlag und der Präsident der Spiele zieht sich heute auf die Aussage zurück, die Spiele hätten mit der Politik nichts zu tun. Auch aufgrund dieser Heuchelei wäre ich für einen massiven Boykott.
flyhigher - 18. Apr, 11:58
Die Aussage des Herrn Rogge, er werde sich für Menschenrechte in China einsetzen, war von Anfang an eher als lächerlich einzustufen, zumindest seh ich das so. Was will er denn schon tun?
Nachher eh nix. Vorher: Die Spiele nicht dort stattfinden lassen. Wenn der Zuschlag verweigert wird, weil China bei den Menschenrechten säumig ist - DAS wäre ein hallo. Aber dazu ist man wohl zu feig. Andere Länder bekamen keinen Zuschlag, weil sie bei wesentlich unbedeutenderen Dingen (zb fehlendes Verkehrskonzept) säumig waren.
flyhigher - 18. Apr, 12:15
Du hast natürlich recht. Andererseits ist dadurch, dass die Spiele dort jetzt stattfinden, das Thema "China und die Menschenrechte" präsenter denn je. Kein Nachteil ohne Vorteil...
Was ich ansonsten zu Olympics in China zu sagen habe: Es soll stattfinden, mit allem Pomp, und tausende Journalisten sollen berichten, über alles, was im Rahmen der Olympiade geschieht, aber auch über alles, was rundherum geschieht. Mit den heutigen medialen Möglichkeiten wäre das vielleicht eine Möglichkeit, mal ein ungeschminktes Bild der Situation zu zeigen, denn ich denke nicht, dass es China möglich sein wird, all diesen freien Journalisten eine Zensur aufzuzwingen. Oder bin ich blauäugig?
Wie diese riesige Maschine funktioniert, kann man z.B. hier nachlesen ..
Der Präsident des olympischen Komitees hat bei der Erteilung des Zuschlages gemeint, dass der Zuschlag unter der Voraussetzung erteilt wird, dass China in Punkto Menschenrechte seine Lage verbessert. Was man hört, sind die Zustände aber sogar noch gravierender als beim Zuschlag und der Präsident der Spiele zieht sich heute auf die Aussage zurück, die Spiele hätten mit der Politik nichts zu tun. Auch aufgrund dieser Heuchelei wäre ich für einen massiven Boykott.