Donnerstag, 11. Mai 2006

Oh nein.

Gerade habe ich auf diesen Beitrag von Christa verlinkt in meiner Pendenzenliste. Und dann lese ich, dass Loïc gestern gestorben ist.

Ich hoffe, ich bin auch so mutig und tapfer wie er, falls es nötig wird. Menschen wie er sind meine Helden.

Die Karte werde ich auf jeden Fall abschicken.

Die Website

Wien - Pendenzenliste

- Tanzen mit Starion
- Türkenschanzpark
- Lainzer Tiergarten
- Boule spielen
- 3 mal Kaffeetschi (was das wohl sein mag?)
- von Miaka am Flughafen abholenlassen ;-)
- Mitbringsel mitbringen
- Novarock
- Karte schreiben (jetzt erst recht!)
- Bezirk 7 mit Niwi

Novarock

Was ich bislang weiss ..

menschen
- dori (4 personen)
- kinkerlitzch3n (mind. 2 personen)
- theswiss (3 personen)

to do
- luftmatratze besorge ich mir in wien
- gummistiefel
- ich/wir haben (noch) kein zelt
- schlafsack vorhanden, werde ich mitnehmen nach wien

Variantenbildung

Jeden Donnerstag ist Abendverkauf. Da sind die Geschäfte länger offen und ich benutze die Gelegenheit, ein paar Sachn auf dem Nachhauseweg einzukaufen. Dann gemütlich zur Ausfahrt des Parkhauses tuckern, die Autos sind schön aufgereiht. Die Schranke öffnet sich, das nächste auto fährt raus. Dann wieder einer. Das nächste Auto, also das direkt vor mir, rollt zur Schranke und ich schliesse auf. Die Kolonne hinter mir folgt.

...


...


Nichts passiert.

...


Das Auto vor mir steht da, vor der Schranke und bewegt sich nicht. Dann macht das Auto 10 cm nach vorne gut. Dann zurück. Die Schranke öffnet sich nicht. Warum auch, denn das Ticket ist noch im Auto.

...

Also was macht man denn nun? Richtig: Nichts.

Ds Auto steht einfach da, dann bewegt es sich etwas nach vorn und zurück (ohne Rückwärtsgang, nur ein bisschen schaukeln, das beruhigt). Und wieder. Die Schranke bleibt unerbittlich zu.

Es gibt ja eine einfache Lösung: aussteigen, Ticket einschieben, ins Auto hüpfen und losfahren, wenn sich die Schrakne öffnet.

Denke ich mir so. Passieren tut nichts. Ich schalte mal den Motor ab, hier komme ich nicht weg, die Schlange hinter uns wird länger. Irgendwann kommt die Fahrerin des Autos hinter mir, geht nach vorne, diskutiert, nimmt das Ticket vom ersten Auto und schiebt es in den Leser.

AHA!

Es passiert - nichts. Das Ticket lässt sich einschieben und kommt prompt wieder heraus. Inzwischen hat sich jemand aus dem Auto herausbequemt. Ja, es ist eine Frau. Und ja, sie ist blond, so um die fünfzig rum.

Gemeinsam diskutieren die beiden Frauen nun, wie wohl das Ticket einzuschieben ist. Ich erwähne durch's offene Fenster, dass man vielleicht vorher bezahlen müsste. Aber natürlich hat sie bezahlt! Ja, is klar ..

Das Ticket kommt raus, die Schranke bleibt zu. Frau 2 von hinter mir geht nach hinten und schickt die Kolonne ein paar Meter zurück. Irgendwann kann ich auch zurücksetzen.

So, jetzt kann die vor mir einfach ein bisshcen nach rechts einschlagen, etwas zurücksetzen und dann nach links weg. Dann ist die Ausfahrt frei, alle sind glücklich.

Sie bewegt sich zurück, juhu. Direkt auf mich zu. Mädel, SO WIRD DAS NICHTS. Weiter nach hintern kann ich schon nicht mehr. Ich hupe mal herzhaft, sie stoppt und touchiert meine Stossstange nur leicht. Erstaunt, dass sonst noch jemand auf diesem Planeten ist, setzt sie wieder vor. Und zurück. Und vor. Zurück. Irgendwann schafft sie es, das Auto soweit nach links zu drehen, dass sie von der Ticketlesesäule weg und nach links wegkommt.

Gut so, jetzt wird sie das Auto aus dem Weg schaffen, sich beim Bezahlautomaten über die Sprechanlage erkundigen wie es weitergeht, ihre Gebühr entrichten. Das übliche halt.

Denkste.

Das Auto bleibt gleich neben dem Leser stehen, und die beiden Frauen diskutieren direkt vom Leser aus mit dem Wachtposten über die Lautsprecherverbindung. Die Folge ist, dass ich - obwohl nun die Strecke frei ist - nicht mein Ticket einführen kann und immmer noch dastehe. Die CD wechselt.

DA! Die Schranke öffnet sich, obwohl das Auto ja nicht mehr da steht. Dafür stehen die beiden Frauen so im Weg, dass ich nicht an ihnen vorbeikomme. Auf einen Zuruf meinerseits schauen mich die beiden erstaunt an. Erst mal noch die Schranke anglotzen, dann wieder mich.

Und dann endlich zur Seite gehen. Ich lasse die Pferdchen von der Leine und presche aus diesem Vorhof der Hölle. Bevor die Schranke sich wieder schliesst und mir vielleicht eine Delle ins Dach haut. Ausserdem ist mein Ticket eh schon abgelaufen, die Ausfahrt ist nur 15 Minuten nach dem Bezahlen möglich.

Es ist traurig, wenn man wegen so einer Lappalie schon überfordert ist und die einzige denkbare Lösungsvariante ist, im Auto sitzen zu bleiben und zu warten. Was macht sie wohl , wenn mal ein Schnürsenkel aufgeht?

Irgendwie tut sie mir leid. Ganz tief unter den Mordgedanken.

Wo bist du?

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